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Okt 20, 2017

Schönstatt-Familienbewegung 2018: Das WIR gewinnt – beGEISTert Familie sein


Cbre. „Das WIR gewinnt – beGEISTert Familie sein“, unter dieses Motto stellt die Schönstatt-Familienbewegung in Deutschland im kommende Jahr ihre Arbeit. Das hat die Jahreskonferenz der Diözesanverantwortlichen und Zentrale-Mitarbeiter der Schönstatt-Familienbewegung beschlossen, die vom 20. bis 22. Oktober im Haus der Familie in Vallendar-Schönstatt tagte. Dass in diesem Wort das Motto des großen Familien Festivals enthalten ist, das die Familien im Mai 2018 in Schönstatt/Vallendar feiern werden, ist natürlich kein Zufall: „Das WIR gewinnt!“ Mit dem Zusatz „beGEISTert Familie sein“ knüpft die Gemeinschaft an das Jahresmotto der Deutschen Schönstatt-Bewegung an und lässt sich gerne die Zusage „Ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen“ sagen, sieht sich aber auch gleichzeitig vom „GründerGeist“ herausgefordert, sich an der Neugründung der Bewegung aktiv zu beteiligen.

Kategorie: hdf-news
Erstellt von: Brehm

Blitzlichter aus dem Jahresrückblick

Bei der lebhaften Austauschrunde unter den verschiedenen Diözesen was im abgelaufenen Jahr an Veranstaltungen neu kreiert oder durch „Zufall“ entstanden ist, wurde das WIR und die Vielfalt an Ideen und Umsetzungen, die der Heilige Geist schenkt, deutlich. Entstanden ist z. B. in der Diözese Fulda der „Sommergarten“, ein zwangloser Sonntagnachmittag-Treffpunkt in den Ferien mit Möglichkeiten für Begegnung, Spiel, Spaß und Gemeinschaft. Die Rede war vom Ehe-TÜV in der Erzdiözese Freiburg, der für Frische und Neubegeisterung in der Ehe sorgt. Familien im Bistum Speyer haben besonders gute Erfahrungen mit der Marriage week gemacht. In der Woche vom 7. bis 14 Februar, um den Valentinstag herum, gelang es ihnen in Herxheim der Ehe in der Öffentlichkeit eine breite Plattform zu bieten; Hand in Hand mit dem Bürgermeister, Geschäftsleuten, Vereinen und der Kirche. Mainz – wie könnte es auch anders sein – erfuhr durch seine karnevalistische Schönstatt-Sitzung neue Power. Münster begann erfolgreich mit viel Phantasie, Liebe zum Detail und Familienaktionen seine Familientage neu zu gründen. Die Josef Kentenich Schule in Kempten bietet jetzt sogar ein Praxisstudium über Kentenichpädagogik für ihre Lehrer an. Das Projekt Eheweg expandiert, inzwischen sind bundesweit zwei „mobile Ehewege“ ständig im Einsatz. Die Mitarbeit beim Runden Tisch Familie der Deutschen Bischofskonferenz und des ZdK schafft Kontakte und inspiriert.

Tagungsleitung durch das Standesleitungsteam

Das Standesleitungs-Team der deutschen Schönstatt-Familienbewegung, Ehepaar Manuela und Peter Miller, Salach, Schwester M. Veronika Riechel, Vallendar, und Pater Stefan Strecker, München, verstand es, das WIR der Jahreskonferenz entstehen zu lassen und wichtige Impulse und neue Inputs zu platzieren.

Ehepaar Miller motivierte im laufenden Kentenichjahr, das aus Anlass des 50. Todestag des Schönstatt-Gründers begangen wird, zum Neu- und Mitgründen der Familienarbeit mit Aussagen Pater Kentenichs: „Wagen Sie Fehler zu machen! Packen Sie es mutig an!“ Pater Kentenich habe von Anfang an auf die Kraft des WIR gebaut: „Haben Sie den Mut, sich ergänzen zu lassen!“ Er kannte auch die vielen Enttäuschungen auf dem Feld der Apostolatsarbeit. Deshalb riet er: „Werden Sie nicht verbittert!“ Ein kurzer Film über den Tesla Gründer Elon Musk, der aus winzigen Anfängen und trotz vieler Rückschläge Außerordentliches leistete und auf den Weg brachte, diente als sprechendes Anschauungsmaterial.

„Liebesbündnis“ – Kernvorgang des Festivals und Profil der Schönstatt-Familienbewegung

Nach Informationen über den momentanen Stand der Vorbereitungen des Familien Festivals, erschloss Pater Stefan Strecker „das Liebesbündnis als Weg und Hoffnung für Ehe und Familie“. Neben dem Ziel des Festivals, ein Treffpunkt vieler Paare und Familien aus allen Generationen zu sein, das Erlebnis einer lebendigen Kirche zu ermöglichen, Zeugnis zu geben für die Ehe und dem Anspruch, Gesellschaft mitgestalten zu wollen, werde der innere Kernvorgang des Familien Festivals sein, den Bund der Liebe zu feiern, so der Schönstatt-Pater. Pater Kentenich habe sich in einem Brief an Pater Alex Menningen 1953 gewünscht: „Die Familie soll nicht nur geistig, sondern auch lebensmäßig und liebesmäßig in das Bündnis eingeführt werden.“ Deshalb habe die Schönstattbewegung nach ihrem hundertjährigen Jubiläum formuliert: „Wir bieten allen Menschen über alle Grenzen hinweg – bis an die Peripherien der Gesellschaft – das Liebebündnis als Weg und Hoffnung an“, so zitierte Strecker aus dem Memorandum, Pfingsten 2015. Pater Strecker betonte weiter, dass im Denken und Wirken Pater Kentenichs die Elemente „Gelebte Wirklichkeit“, „Ideal“ und „Weg“ gleichwertig gewesen seien, kein Element dem anderen über- oder untergeordnet. Kentenich habe niemals Systeme, sondern immer Lebensgebilde geschaffen. Das Familien Festival könne, so Strecker „ein Aufbruch werden, im Liebesbündnis als Weg und Hoffnung für Ehe und Familie und der deutschen Schönstatt-Familienbewegung ein gemeinsames Profil geben. Je breiter sich dieses Profil ausgestaltet, umso unterschiedlichere Gruppen – mit eigenen Merkmalen und Gruppenidentitäten – können sich bilden“, präzisierte der Familienpater.

Oktober-Treffen als Input und Inspiration

Die gemeinsame Teilnahme der Ehepaare am Oktober-Treffen der gesamten deutschen Schönstatt-Bewegung wirkte sehr inspirierend und räumte auch hier dem WIR und dem Neugründen einen hohen Stellenwert ein. Dass der Leiter der Schönstatt-Bewegung Deutschland, Pater Ludwig Güthlein, ausdrücklich betont hat, man solle nicht den Eindruck mitnehmen, dass man im kommenden Jahr immer noch mehr apostolisch arbeiten müsse, sondern den Schwerpunkt mehr auf Vernetzung und gemeinsam in der Gruppe etwas tun sehen solle, fand eine breite Zustimmung und wirkte auf die Familien motivierend.

Mit vielen weiteren Erlebnissen wie z.B. ein „Gründerspuren-Abend“ im Bundesheim Schönstatt mit einem Impuls von Schwester M. Louise Schulz, dem Verabschiedungsabend für den bisherigen priesterlichen Standesleiter Pater Bernhard Schneider und Informationen, u.a. über das Weltfamilientreffen 2018 mit Papst Franziskus in Dublin oder das Europaforum der europäischen Schönstatt-Familienbewegungen sowie dem neuen Jahresmotto „Das WIR gewinnt – beGEISTert Familie sein“ im Gepäck, machten sich die Teilnehmer wieder auf den Heimweg, gespannt aufs kommende Treffen beim Familien Festival am 26. und 27. Mai 2018.

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